28. Fahrtenseglertreffen Friesland / Holland 2011

Gruppenbild

Vom 02.06 – 05.06.11 fanden sich 26 Congerseglerinnen und Congersegler aus den verschiedensten Teilen Deutschlands im Hafen RCN De Potten am Sneeker Meer zusammen um gemeinsam das 28. Fahrtentreffen der Congerklasse durchzuführen.

 

Insgesamt waren 13 Segelboote am Start, davon 8 Conger der verschiedensten Baujahre (wie auch die Segler/innen) und fünf Dickschiffe (zwei Dehler 18, eine Dehlya 22, eine Delanta 75 und ein 16 er S Kreuzer) als Begleitboote.

 Teilnehmer:

Conger

BOB

Jörg Hinkel / Simone Jonen

Conger

Nautikus

Peter & Eirene Seitz

Conger

Kater

Fam. Gunzelmann

Conger

Kompromiss

Manfred Kötter

Conger

No Merci

Heribert Stahl

Conger

Moby Dick

Fam. Lyko

Conger

Skalar

Jörg Koch / Thorsten Schorn

Conger

Schmuddel

Günter Nolde / Manuela Scholl

 

 

 

Dehler 18

Whitehaven

Guido Rehbein / Sandra Müller

Dehler 18

Diamand

H. Hermann Franke

Dehlya 22

Lina

Hermann & Karin Rauscher

Delanta 75

Longstone

Stepan & Karin Zeyn

16 er S Kreuzer

Jonas

Ursula & Robert Stalmann

Mi, 01.06.11 Ankunft RCN De Potten

Der Hafen RCN De Potten, direkt am Sneeker Meer in der Provinz Friesland Niederlande gelegen, bot optimale Voraussetzungen für ein Treffen dieser Größe. Unser Obmann Guido Rehbein hatte uns vorweg einen guten Platz direkt am Wasser reserviert, wo die Teilnehmer sich gemütlich einrichten konnten, sei es im Zelt, Im Bulli, Wohnwagen oder auch direkt im Boot. Und so reisten die Meisten auch schon einen Tag vorher an, um die Unterkunft für das Wochenende zu richten, das Boot zu slippen, den Mast zu stellen, aufzuriggen, segelklar zu machen und den Außenborder nochmals auf Funktion zu überprüfen. Alte Bekannte trafen sich, plauderten über die vergangenen Fahrten, auch die Erstteilnehmer wurden sofort ins Geschehen integriert und so stieg die Vorfreude auf die kommenden Tage, untermalt von einer optimalen Wetter- und Windprognose, beständig an. Bei sommerlich, milden Temperaturen ließen wir den Abend dann ruhig am Hafen ausklingen.

 

Tag 1: Do, 02.06.11 Fahrt nach Akkrum

Wetter: wolkenlos, sonnig

Wind: 3-4

Fahrtstrecke: 13.5 Seemeilen

 

Um 11:00 Uhr trafen wir uns zur ersten Gruppenbesprechung. Nach der offiziellen Begrüßung und Eröffnung des 28. Fahrtenseglertreffens durch Obmann Guido Rehbein sowie der Klärung einiger organisatorischer Maßnahmen ging es dann endlich ans Eingemachte; die Planung für den anstehenden Tag. Anhand einer Gewässerkarte von Friesland erklärte Guido uns die geplante Route und wies uns in die Besonderheiten des Segelreviers ein, was unter anderem die Nutzungsweise von Brücken und Kanälen beinhaltete.

Um 13:45 Uhr ging es dann endlich los und wir verließen den Hafen. Auf dem Weg nach Akkrum kreuzten wir zunächst das Sneeker Meer Richtung Norden. Nach einigen Schlägen und etwas mehr als 1h Segelgenuß starten wir dann die Motoren und durchquerten den Nije Sansleat Kanal, allerdings konnten wir schon wieder nach 20 Minuten Fahrt, im Terhornster Puollen, die Segel setzen und den Meinesleat Kanal Richtung NO nach Akkrum kreuzen, wo wir dann gegen 17:00 Uhr ankamen und im Yachthafen Akkrum anlegten.

Nach einem schnellen Eis oder einem Getränk ging es auch schon weiter, da wir die Nutzungszeiten der Brücken im Auge behalten mussten. Auf dem Rückweg motorten wir durch den Hearesleat Kanal Richtung SO und den Akkrumer Rak Richtung SW, durch den Terkaplester Puollen und den Goaiingarypster Puollen bis ins Sneeker Meer, wo wir uns dann noch nach Lust und Laune bei bestem Wetter austoben konnten. Gegen 19:30 Uhr und 13.5 Seemeilen (25 km) später waren dann alle wieder im Heimathafen De Potten.

Tag 2: Fr, 03.06.11 Fahrt nach Sneek

 Wetter: sonnig

Wind: 4-5

Fahrtstrecke: 18 Seemeilen

 Auch am zweiten Tag wurden wir schon nach dem Aufstehen freundlich von Sonnenschein begrüßt und die frische Brise lies auch nicht lange auf sich warten. Um 10:00 Uhr fand die gemeinsame Vorbesprechung statt. Gegen 11:00 Uhr waren alle Boote auf dem Wasser Kurs nach Süden, am Hafen de Potten vorbei, um dann nach Westen auf den Houkesleat Richtung Sneek abzubiegen. Ganz gemütlich schipperten wir an den schönen und gepflegten Vorgärten der Sneeker Vorstadt vorbei und genossen die Aussicht auf sehr schöne, teils künstlerisch gestalte Gärten und Gartenanlagen. Nach dem Passieren zweier Brücken erreichten wir das Zentrum von Sneek wo wir unkompliziert gegen 12:00 Uhr an der Kanalwand anlegen und festmachen konnten. Bis 14:30 Uhr bekamen wir Zeit die schöne, mittelalterliche, 33.000 Einwohner Stadt zu erkunden, was auf vielfältige Weise genutzt wurde: Eis essen, gekühlte Getränke genießen, Frikandeln, Kroketjes oder Frietjes essen, oder einfach nur ein wenig einkaufen um die Vorräte auf dem Campingplatz aufzustocken, für alles war reichlich Zeit.

Gestärkt und voll beladen fuhren wir SW aus der Stadt heraus, über Den Geau, durch Ijlst hindurch und dann wieder unter Segel den Wide Wimerts Kanal nach Süden folgend, bis nach Ozingahuzen, wo ein Teil der Gruppe, um 16:17 Uhr die Öffnungszeit der Brücke um 2 Minuten verpasste. Zum Glück hatte Guido genug Getränke an Bord , so verging die 1h Wartezeit wie im Fluge und wir konnten unsere Fahrt um 17:15 Uhr gut gestärkt fortsetzen. Bei Heeg folgten wir dem Jeltsleat in Richtung Osten bis wir um 18:00 Uhr auf den Prinses Margarietenkanal stießen, welchem wir dann N, später NO bis ins Sneeker Meer folgten. Um 19:30 Uhr waren dann auch die Boote, denen unterwegs der Treibstoff ausgegangen war, im Hafen.

Die Abendgestaltung viel ganz unterschiedlich aus, so gingen Teile der Gruppe in das einzige, nahe gelegene (wohl überteuerte) Restaurant essen, wo der Obmann dann auch noch eine kostenlose Bierdusche aufgrund einer unaufmerksamen Bedienung erhielt. Die Verbliebenen grillten am Hafenbecken und ließen diesen schönen und ungewöhnlichen Tag (wann fährt man schon mal mit einem Segelboot durch eine Stadt) mit Wein, Bier, Würsten, Steaks und anderen Leckereien gesellig ausklingen und so wurde, je weiter die Zeit voran schritt, sicherlich auch einiges an Seemannsgarn gesponnen.

Auch an diesem Abend ging es wieder zeitig in die Kojen, die frische holländische Seeluft und den ganzen Tag an der Sonne machte doch sehr müde.

 Tag 3: Sa, 04.06.11 Sneeker Meer & um Akkrum

 Wetter: sonnig

Wind: 4-5, später 5-6

Fahrtstrecke: 10 Seemeilen

 

Am dritten Tag des Fahrtenseglertreffens sollte der Schwerpunkt aufs Segeln gelegt werden, da die letzten zwei Tage recht viel motort werden musste. Um 10:00 Uhr fand die tägliche Vorbesprechung statt, um 10:30 Uhr waren die Boote alle auf dem Sneeker Meer. Auch heute ließ uns das Wetter nicht im Stich und so blies der Wind mit 4-5 Windstärken und die Sonne gab ihr Bestes um uns einen weiteren schönen Tag auf dem Wasser zu bescheren. Das erste Zwischenziel war der Yachthafen Sneeker Hof am nördlichen Ende vom Sneeker Meer, welchen wir nach 8-10 Schlägen und ca. 1h später erreichten. Nach einer ausführlichen, geselligen Pause mit kalten Getränken und einem Stück Appelgebak ging es wieder auf die Boote. Nach dem Passieren einer Brücke ging es dann unter Segel Richtung SO bis in den Terkaplesterpuollen und anschließend Richtung W bis ins Sneeker Meer, wo dann jeder nochmal die Möglichkeit hatte sich bei Windstärke 5-6 so richtig auszutoben.

 Zwischen 16-17:00 Uhr waren wir wieder im Hafen und begannen, etwas trübselig ob der bevorstehenden Abreise, mit dem Abriggen der Boote.

Für den Abend war ein großes kulinarisches Abschlussfestessen geplant. Guido hatte eine riesige, gusseiserne Pfanne dabei, die zu diesem Zwecke gefüllt werden sollte. Und so waren alle mit dem Zerschneiden von Fleisch und Gemüse in mundgerechte Stücke beschäftigt, welche von Robert Stalmann fachgerecht und lecker zubereitet wurde. Selbstredend wurde das Festmahl mit nieder-ländischem Büchsenbier begleitet und die Party ging bis in die späten Abendstunden. Es wurde viel erzählt, gelacht und so stellte dieser Abend einen tollen Abschluss der diesjährigen Fahrt dar.

 

 

So, 05.06.11 Abreise

 

Mit dem Ende des Treffens änderte sich auch das Wetter schlagartig und so fing es beim Abbau der Zelte auch heftig an zu regnen. Das erleichterte uns den Aufbruch dann doch um einiges und so schauten wir dann mit ein wenig Mitleid auf die Regattasegler, die trotz anhaltendem Regen aufs Sneeker Meer hinaus mussten.

 

Persönliches Fazit:

 Für mich und die anderen „jungen Koblenzer“ war das die erste Teilnahme an einem Fahrtenseglertreffen überhaupt und wir sind immer noch absolut begeistert. Hervorzuheben ist die tolle Organisation: Planung, Informations-weitergabe im Vorfeld, Wahl des Zeltplatzes, Wetter, Wind, alles war vom Obmann Guido Rehbein bis ins kleinste Detail perfekt geplant. Nochmals ein großes Lob und vielen Dank dafür!

Abgesehen von einer tollen Zeit, die wir alle hatten, lernten wir jede Menge über den Conger, Trimmöglichkeiten, sportliches Segeln und vieles mehr.

Besonders beeindruckend fand ich die sofortige Integration von uns Neulingen in die bestehende Gruppe. Die „alten Hasen“ standen uns jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

 

Die Fahrt war ein absolut tolles Erlebnis und sicherlich eins meiner persönlichen Highlights im Jahr 2011.

 Koblenz, 09.08.11

 Thorsten Schorn